Lichtergalerie im Märkischen Viertel

EulenPost unterwegs

Langersehnt: Reinickendorf hat wieder eine „Lichtergalerie“

Am Freitagabend, 11. August 2017, war es endlich wieder soweit: Die Ausstellung einer neuen Lichtergalerie wurde rund um die Viertel Box des Märkischen Viertels eröffnet. Gefördert durch den Masterplan Integration, konnten die Projektpartner GESOBAU, Diakonisches Werk Reinickendorf, die Apostel-Petrus-Gemeinde und der Integrationsbeauftragte Oliver Rabitsch das erfahrene Künstlerpaar Sofia Camargo und Thomas E. J. Klasen gewinnen. Ihre Idee, Lichtergalerien als kunstsoziale Mitmachprojekte zu organisieren und daran viele Menschen zu beteiligen und so für ein friedliches Miteinander zu werben, setzten die beiden Künstler bereits mehrfach um. So entstand beispielsweise 2015 auf dem Gelände der KaBoN eine große Willkommens-Lichtergalerie mit und für geflüchtete Menschen, die damals der verstorbene Jugendstadtrat Andreas Höhne gemeinsam mit Benno Fürmann eröffnete. „An der neuen Lichtergalerie hätte Andreas Höhne sicher große Freude gehabt“, so der Integrationsbeauftragte Oliver Rabitsch zur EulenPost.

Auch dieses Mal hatte der Schirmherr große Bekanntheit. Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen begrüßte Dr. Wolfgang Thierse, der in seiner Rede seine Begeisterung für dieses Projekt deutlich machte, gerade in Zeiten großer Veränderungen, in denen sich das Land befände.

Zu Wort kamen auch einige Mitwirkende der Lichtergalerie – der älteste Teilnehmer über 80 Jahre alt – die in zweimonatiger Arbeit in das offene Atelier der Lichtergalerie am Marktplatz im Märkischen Zentrum gekommen waren und etliche der vielen hundert Laternenkörper mitgestaltet hatten. Auch das Künstlerpaar kam auf die Bühne: „So viele unterschiedliche Menschen zusammenzubringen und gegenseitigen Respekt und Toleranz zu schaffen, ist im normalen Alltag sonst wahrscheinlich nicht möglich“, so Sofia Camargo. Und Thomas Klasen sprach über die Bedeutung des Lichts, mit dem er sehr persönliche Erinnerungen verbindet. Gerahmt wurde die Vernissage von zwei originellen Tanzbeiträgen mit Musik.

Noch bis Oktober können die Lichtkörper bewundert werden: VIERTEL BOX, Stadtplatz am Wilhelmsruher Damm, gegenüber dem Märkischen Zentrum.

Sabine Hermann-Rosenthal

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