„Ankommen. Herkommen. Willkommen. Unsere neuen Nachbarn“

Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, dem Bezirksamt Reinickendorf und den Trägern Horizonte gGmbH, Phinove e.V. und Aufwind e.V. hat die GESOBAU AG vom 3. bis 18.5.2016 eine Themenwoche zur Situation und Integration von Roma-Familien in Berlin gestaltet. In Ausstellungen, Lesungen, Workshops und Theateraufführungen konnten sich die Mitbürger über diese in unserer Gesellschaft am stärksten benachteiligte Minderheit der Roma informieren.
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe wurde in einer Podiumsdiskussion in der Viertelbox unter dem Thema: „Ohne Ort keine Heimat“ unter der Leitung von Christoph Leucht von ROMNED ausführlich dargestellt, dass eine erfolgreiche Integration dieser Bevölkerungsgruppe nur gelingen kann, wenn sie Zugang zu bezahlbarem Wohnraum erhält. Ausgangspunkt der Diskussion war die Frage, ob für diese Bevölkerungsgruppe deshalb besondere Wohnprojekte wie in der Harzer Straße in Neukölln oder in der Scharnweberstraße in Reinickendorf (Bunte 111) benötigt werden.

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Für die Podiumsteilnehmer der Diskussion, Frau Böhm und Frau Hertz von der GESOBAU AG, Herrn Dr. Schneider von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Herrn Rabitsch, Integrationsbeauftragter des Bezirksamtes Reinickendorf, Herrn Bechen, KLAK Verlag, Herrn Ibrahimovic, Aspe e.V., Frau Arion, Phinove e. V., und Herrn Salijevic von Aufwind e.V. bestand Einigkeit, dass Roma-Familien auf dem Berliner Wohnungsmarkt keine Chance haben, auf gewöhnlichem Weg eine bezahlbare Wohnung zu finden. Es bestehen auf Vermieterseite nach wie vor erhebliche Vorbehalte.

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Einzelne Wohnungsbaugesellschaften haben daher beschlossen, neue Wege zu gehen. Frau Böhm und Frau Hertz von der GESOBAU stellten ihr aktuelles Wohnprojekt zur Integration von Roma-Familien im Märkischen Viertel vor, in dem derzeit fünf Familien, von Sozialarbeitern unterstützt, eine neue Heimat gefunden haben. Besonderer Wert wurde dabei auf eine dezentrale Unterbringung der Familien gelegt. Inzwischen besuchen die meisten der Kinder Schulen bzw. Kitas im MV, ihre Eltern arbeiten oder besuchen Integrationskurse. Erste Erfahrungen signalisieren, dass es sich lohnt, über diesen Weg eine gelungene Integration der Familien zu erreichen.

Karl-Heinz Krieger-Leeker, Aufwind

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