Film mit Live-Performance: Paul-Löbe-SchülerInnen im Interview nach ihrem Auschwitz-Besuch

Auschwitz_Projekt_1200

Ich möchte Sie und euch zu einer Veranstaltung unserer SchülerInnen einladen. Diese Gruppe von SchülerInnen hat mit uns im Februar die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besucht. Die Erlebnisse, ihre Gedanken und Gefühle wurden von einer Künstlerin (Julia Traber) filmisch aufgenommen. Sie führte vor und nach dem Besuch in Auschwitz Interviews mit den SchülerInnen. Dieser Film mit einer Live-Performance wird am

Donnerstag, 18.06.2015, um 19 Uhr, 
in der Prinzenallee 58, nahe U9 Osloer Straße,

gezeigt.
Der Eintritt ist frei.
Danach bieten wir ein Buffet an.
Um 20 Uhr gibt es einen kurzen Talk mit den Jugendlichen, den sie selbst moderieren. Es wird bestimmt interessant werden.

Wir würden uns sehr über Ihren/euren Besuch freuen.
Bitte sagen Sie/sagt mir kurz Bescheid, ob Sie/ihr kommen können/könnt.

Beachten Sie/beachtet bitte auch den unten stehenden Presse-Bericht eines Schülers.

Herzliche Grüße und vielen Dank.

Ali Çoruh
Schulsozialarbeit Paul-Löbe-Schule
Lindauer Allee 23, 13407 Berlin
Tel: 495 70 26 – Fax: 498 75 423

Aufwind e.V.
http://www.aufwind-berlin.de
ali.coruh@aufwind-berlin.de


 

Presse-Bericht
von
Jussef Ayssawi
(Schüler der Paul-Löbe Schule)

Eine Gruppe von Jugendlichen und zwei Sozialarbeiter entschieden sich, einen gewagten Schritt zu machen. Sie unternahmen eine Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz, jener Gedenkstätte, die vom Leid der Vergangenheit berichtet und auf keinen Fall etwas für schwache Nerven ist. Nicht nur deshalb war das ganze ein gewagter Schritt. Der zweite Faktor, der die Unternehmung negativ hätte beeinflussen können, ist die noch nicht vollendete Reife der Jugendlichen. Die Sozialarbeiter standen immer wieder vor einem Topf voller Fragen. Verkraften die Kinder das? Wie verhalten sie sich? Werden sie Blödsinn machen, oder werden sie aufmerksam zuhören? Und trotz dieser vielen Fragen waren die Sozialarbeiter fest davon überzeugt, diese Fahrt stattfinden zu lassen. Aus dieser Entscheidung resultierte eine Veranstaltung, die nicht nur den Jugendlichen dabei helfen sollte, mit der Fahrt und den neu gesammelten Erkenntnissen abzuschließen, sondern auch ihr Wissen mit anderen zu teilen und somit ein Zeichen zu setzen. Denn sobald man die Gedenkstätte mit eigenen Augen gesehen und die dazugehörigen Geschichten gehört hat, kann man die Ungerechtigkeit und die Unmenschlichkeit jener Taten nicht nur mit Worten zusammenfassen. Dadurch kamen die Jugendlichen und die Sozialarbeiter auf die Idee, die Veranstaltung nicht nur mit einem faden Gespräch abzuschließen. Deshalb besteht die Performance aus einem Video, das einmal unsere unaussprechlichen Gefühle widerspiegeln soll, und aus einem Zusammenschnitt von Interviews mit uns, den Schülern, die versuchen, ihre Aufregung vor dem Besuch der Gedenkstätte zusammenzufassen.

Nach dem Video folgt das angekündigte Gespräch, das wieder von uns, den Schülern, moderiert wird. Das Gespräch soll alle Leute anregen, über das Thema nachzudenken und es in ihren sozialen Kreisen weiterzugeben. Denn unser Ziel ist es, die Ungerechtigkeit unserer damaligen Gesellschaft zu verarbeiten und daraus zu lernen und der Ungerechtigkeit unserer jetzigen Zeit die Stirn zu bieten.


Hier schreibt die Berliner Woche über das Projekt der Schülerinnen und Schüler der Paul-Löbe-Oberschule:
http://www.berliner-woche.de/reinickendorf/bildung/wichtige-erfahrungen-in-auschwitz-loebe-schueler-produzierten-film-d79978.html

bw_ausriss_PLObS_auschwitz

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